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Gewinner des 13. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr ausgezeichnet

Pressemitteilung der Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Die elf Gewinner des 13. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr wurden am 10. November im Rahmen einer Vernissage im Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses im Paul-Löbe-Haus ausgezeichnet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Bundeswehr und Kirche nahmen an der feierlichen Siegerehrung teil und gratulierten den Gewinnern.

Berlin. Stolz und aufgeregt waren die geladenen Gewinner des 13. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr, als sie am 10. November im Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses Platz nahmen. Aus 55 individuellen Werken wählte eine Fachjury um Projektleiter Roland Prüfer die zehn Gewinner sowie den Familienpreis. Die Auswahl fiel nicht leicht, denn jedes Werk erzählt eine eigene Geschichte, zeugt von Kreativität und Geschick, beidruckt, überrascht oder stimmt nachdenklich.

Das Thema „Akzepziert. Integriert. Respektiert. Die Bundeswehr in der Welt zuhause!?“ sorgte auch in diesem Jahr für viele Bilder, die sich mit dem Einsatzalltag der Soldatinnen und Soldaten fernab der Heimat auseinandersetzen. Da geht es um Sehnsucht nach der Familie, um Zusammenhalt unter Kameradinnen und Kameraden, aber auch um Dankbarkeit der oft bitterarmen Bevölkerung in den Einsatzländern.

Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages Prof. h.c. Dr. Karl A. Lamers, MdB, begrüßte die Gäste und betonte sowohl die Wichtigkeit des Kunstwettbewerbs, als auch den Symbolwert des Veranstaltungsortes. Die Kunstwerke stünden für Bürgerinnen und Bürger, die aus der Mitte der Gesellschaft kommen und sich im Einsatz für ihr Land engagieren.

Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von den Werken und auch dem Thema, welches für die Teilnehmer sowohl einen persönlichen als auch einen existentiellen Bezug habe. Den Familienpreis überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Caren Marks, MdB. Auch für sie stellte sich in den eingereichten Arbeiten der Bezug zu Familie und Heimat dar: „Die Kunstwerke verdeutlichen, was Soldatinnen und Soldaten leisten und welche Opfer sie bringen. Sie verleihen den Soldatinnen und Soldaten eine Stimme.“ erklärte Marks in ihrem Grußwort.

Der Amtschef Streitkräfteamt und Schirmherr des Wettbewerbs Generalmajor Werner Weisenburger appelierte im Anschluss an alle Künstlerinnen und Künstler in der Bundeswehr, sich zu trauen, ihre Werke zu zeigen. Er wolle noch mehr Künstler zur Teilnahme an diesem wichtigen Wettbewerb motivieren.
Der Vorsitzende der EAS Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ingo Patschke schloss sich den Worten seines Vorredners an und betonte auch den therapeutischen Effekt im Schaffen von Kunst. Er dankte den Künstlern und auch dem SKA für die gute Zusammenarbeit und lobte die Vielfalt der eingereichten Werke.

Den 1. Preis nahm Viktor Kebleris entgegen für sein zweiteiliges Bild „Momentaufnahme aus dem Leben eines Soldaten“, das durch hohes handwerkliches Können, Idee und gestalterische Umsetzung die Jury überzeugt hat. Der 2. Preis ging an Miriam Finzel für das Werk „Viewpoint of life (Blickwinkel des Lebens)“. Den 3. Preis erhielt  Irina Motzalla für das Buchobjekt „IST Deutschland Heimat“. Joanna Kujawa freute sich über den 4. Preis für ihr Bild „Das Feldhemd“. Den 5. Platz belegten  Viktor Heckmann, Timo Ulrichs, Alex Fischer, Annemarie Kirst und  Ralf Illauer. Für den Triptychon „Der runde Tisch“ erhielten Berta und Tobias Kloiber den Familienpreis.

Mit weichen Stimmen, Rhytmus und viel Gefühl begleitete das Gesangstrio Louisa und Emilie Wenderoth und Thomas Raatz die Veranstaltung und sorgte mit bekannten Melodien für eine passende Untermalung. Radio Andernach war ebenfalls vor Ort und interviewte die Künstlerinnen und Künstler zu ihren prämierten Werken.

Der Bundeswehr-Kunstwettbewerb wird seit 1997 im Wechsel von der Evangelischen und der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (EAS/ KAS) durchgeführt. Er ist Mitte der 90er Jahre durch eine Idee des Staatssekretärs im Bundesministerium der Verteidigung, Dr. Peter Wichert, entstanden und steht unter der Schirmherrschaft des Amtschefs Streitkräfteamt.

Die Vielzahl der eingesandten Werke zeigte auch in diesem Jahr, dass der Kunstwettbewerb der Bundeswehr eine wichtige Maßnahme zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern in der Bundeswehr darstellt und zur Verbesserung der Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft beiträgt. Denn eines eint alle Künstlerinnen und Künstler, so unterschiedlich ihre Werke auch sind: Man sieht in ihnen den Stolz, diesen besonderen Beruf auszuüben, gemeinsam woanders für den Frieden zu kämpfen und dabei die Heimat im Herzen bei sich zu tragen.

Ansprechpartnerin

Julia A. Hofmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit & Marketing
E-Mail: j.hofmann (at) eas-berlin (dot) de | Tel: 030 28395 315

Text und Bilder: Julia A. Hofmann

Preisträgerinnen und Preisträger

2016: Akzeptiert. Integriert. Respektiert.

13. Kunstwettbewerb der Bundeswehr 2016

69 Teilnehmende | 55 Arbeiten
Datum der Preisverleihung: 10. November 2016
Ort: Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages im Paul-Löbe-Haus, Berlin

1. Preis: Viktor Kebleris (Malerei)
2. Preis: Miriam Finzel (Malerei)
3. Preis: Irina Motzalla (Objekt, gefaltetes Buchobjekt)
4. Preis: Joanna Kujawa (Malerei)
5. Preise: Viktor Heckmann (Stencil/Streetart), Timo Ulrichs (Fotografie), Alex Fischer (Zeichnung), Annemarie Kirst (Malerei), Ralf Illauer (Collage)
Familienpreis: Tobias und Berta Kloiber (Objekt, Mischtechnik)