9. Kunstwettbewerb der Bundeswehr 2008

Multinationalität – wenn Menschen sich begegnen

Plakat zum 9. KunstwettbewerbDie Bundeswehr ist aktiv beteiligt an multinationalen Aufgaben und Lösungswegen. Das gilt sowohl für die Stabsebene als auch für die Ebene des Gefreiten, der im Auslandseinsatz anderen Nationen, Kulturen und Religionen gegenübersteht, die womöglich anders denken und handeln als er selbst. Für diese Aufgaben werden die Soldaten speziell geschult, u.a. durch Seminare zur interkulturellen Kompetenz.

Sowohl in militärischen Zusammenhängen als auch im zivilen Leben geht es darum, die plurale Gesellschaft zu akzeptieren und zu lernen, damit umzugehen. Bei multinationalen Einsätzen z.B. der NATO handelt es sich einerseits innerhalb der NATO-Hauptquartiere um ein interoperatibles Handeln, andererseits als Auftrag im Einsatzland um interaktives Handeln. In beiden Bereichen sind verschiedene Nationen involviert.
In zivilen Zusammenhängen wäre eine Parallele die Arbeit der sogenannten »Quartiere« in Brennpunkten einer Stadt, die sich mit Migration, Interkultur, Zusammenleben verschiedener Nationen in einem kleinen Gebiet beschäftigen und Lösungsansätze finden – mit sozialen, kreativen aber auch wirtschaftpolitischen Ansätzen und Mitteln.

Eine Auseinandersetzung mit der Herausforderung multinationaler Zusammenhänge ist eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Welt etwa in fünfzig Jahren aussehen soll; aber auch eine Frage, wie jeder selbst in seinem eigenen Umfeld dem Gegenüber begegnet wird; sei es beruflich oder privat. Multinationalität ist ein Thema, dass jeden angeht. Die künstlerische Auseinandersetzung ist unter diesen Gesichtspunkten nicht nur eine äußerst spannende Angelegenheit, sondern auch eine Verpflichtung. Kunst kann neue Sichtweisen anbieten und können gerade die Kreativen in der Bundeswehr einen wichtigen Beitrag leisten.