Junge Bundeswehrgesichter im politischen Bonn

In Bonn eröffneten der Amtschef des Streitkräfteamtes (SKA) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) am 11. Januar 2012 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Ausstellung „Gesichter einer jungen Bundeswehr“. Mitte Februar wird die Fotoserie in die Amtsräume des SKA umziehen, im Anschluss wird sie im Geistlichen Forum auf der Hardthöhe gezeigt.

Bonn. Dr. Peter Müller, Ministerialdirektor des Bundesumweltministeriums in Bonn, begrüßte seine Gäste am Mittwochmorgen im Foyer des Hauses am Robert-Schuman-Platz. In den vergangenen elf Jahren seien hier bereits zahlreiche Ausstellungen gezeigt worden, die insbesondere jungen Künstlern eine Plattform geboten hätten, sagte er. In Klaus Schreibers Fotoserie „Gesichter einer jungen Bundeswehr“ sind es diesmal junge Menschen, die als Motiv im Mittelpunkt stehen. In 39 Bildern portraitierte Schreiber Frauen und Männer aus Marine, Heer und Luftwaffe in ihrem beruflichen Alltag. Dr. Müller verwies dabei darauf, dass der Fotograf bewusst nicht den Alltag der Bundeswehr zu dokumentieren versuchte, sondern herausarbeitete, welche Eigenschaften, Haltungen und Motivationen junge Menschen im Inneren bewegen, die dort ihren Dienst tun.

Nachdem die Ausstellung 2011 bereits im Soldatenheim „Haus Adelheide“ in Delmenhorst zu sehen war, werden die Aufnahmen nun im politischen Bonn einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Allein im Foyer des BMU, die erste Ausstellungsstation in Bonn, sehen fast 1 000 Menschen, die hier tagtäglich arbeiten oder zur Kantine unterwegs sind, die Soldatenbilder. Der Amtschef des Streitkräfteamtes, Generalmajor Thomas Wollny, sagte in seiner Eingangsrede zur Vernissage am Mittwoch, es sei gut, dass die Fotos hier im BMU auch ein Publikum erreichen würden, das sonst wenig Anknüpfungspunkte an die Bundeswehr habe. Kunst erweise sich dabei einmal mehr als Mittel und Weg, Diskussionen anzustoßen, und nicht zuletzt Aufmerksamkeit und Legitimation für das Soldaten-Dasein in der zivilen Öffentlichkeit herzustellen.

Alf Kohlhaus, stellvertretender Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung, richtete seinen Dank an alle Ausrichter und Gäste der Ausstellung. Es sei nichts im Inneren wesentlich, was nicht zugleich im Äußeren wahrnehmbar sei, zitierte er mit Blick auf die sehr ausdrucksstarken Soldatenportraits Hugo von Hofmannsthal. Weiterführend sagte er: „Klaus Schreiber ist mit seine Bilderserie ein positiver Beleg für dieses Wort gelungen.“

Text und Bilder: Tabea Vorwergk

Foto abgebildet: Generalmajor Thomas Wollny

Quelle: EAS-Webseite