Am 13. Februar wurde im Geistlichen Forum in Bonn die Ausstellung „Gesichter einer jungen Bundeswehr“ in feierlichem Rahmen eröffnet. Die Ausstellung wird dort für ca. vier Wochen für alle Mitarbeiter und Familienangehörigen des Verteidigungsministeriums zu sehen sein. Im Anschluss werden die Bilder im Soldatenheim in Torgelow ausgestellt, wo sie auch für Interessierte aus der Zivilbevölkerung zugänglich sind.

Bonn. Bereits zum zweiten Mal wurden die Bilder des Wilhelmshavener Fotografen Klaus Schreiber in Bonn vor hochrangigem Publikum präsentiert. Zu Beginn des Jahres hatte die Ausstellung im Foyer des Ministeriums für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit zahlreiche interessierte Blicke auf sich gezogen. Auf der Hardthöhe sorgte die Ausstellung nun erneut für viel positive Resonanz, nicht zuletzt weil Amtschefs General Wollny im Vorfeld fiel Unterstützung geleistet hatte. Dank gilt auch dem evangelischen und katholischen Militärdekan Peter Schmidt und Paul Hauser, die die Ausstellung im „Geistlichen Forum“ ermöglicht hatten.

Nach der Begrüßung durch Dekan Paul Hauser betonte Generalleutnant a. D. Wolfgang Otto, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung, dass es ein Anliegen der EAS sei, Künstler, die die Bundeswehr in ihrer Arbeit thematisieren, zu unterstützen und zu fördern. Auch der Kunstwettbewerb der Bundeswehr ist dafür ein Beispiel, der in diesem Jahr bereits zum 11. Mal stattfindet und durch die EAS organisiert wird. In den Portraits, die Schreibers Bilderserie zeigt, könne der Betrachter, so General Otto, die Einstellung, Motivation und Einsatz unserer jungen Bundeswehr entdecken. Die innere Einstellung der Soldatinnen und Soldaten spiegele sich in den Fotos wieder und mache zugleich neugierig auf die Menschen innerhalb der Bundeswehr. Diese Form der Öffentlichkeitsarbeit sei im Hinblick auf die Umstrukturierung der Bundeswehr, unverzichtbar, so General Otto.

General Wollny betonte in seinem Grußwort besonders die Verschiedenartigkeit der Soldaten, die diese Ausstellung hervorhebe. Sie zeige bewusst den soldatischen Alltag mit all seinen Facetten – gerade auch jene außerhalb des Einsatzgeschehens, das sonst gemeinhin im medialen im Fokus stehe.

Militärdekan Peter Schmidt eröffnete schließlich die Ausstellung mit einem Bibelwort aus Matthäus 6, Vers 22: „Das Auge ist das Licht des Leibes.“ Die Bilder von Klaus Schreiber schärften unseren Blick für die Menschen vor und hinter der Uniform. Sie solle nun dazu beitragen, genauer hinzusehen, sagte Peter Schmidt.

Das Klarinetten-Quartett des Siegburger Musikcorps sorgte für während der Vernissage am Montag für einen feierlichen und stimmungsvollen Rahmen.

Text: Christine Hubich
Quelle:easberlin.de