Solidarität mit Soldaten – das demonstrieren große und kleine Bürger der Stadt Marienberg mit einer besonderen Aktion: Den Soldaten am Standort basteln sie derzeit eine riesige Postkarte, die die 250 Männer und Frauen 2012 in den Einsatz nach Afghanistan begleiten wird.

Marienberg. Schüler der Kunst-Arbeitsgemeinschaft des Marienberger Gymnasiums tüfteln gemeinsam an der Riesenpostkarte für Soldatinnen und Soldaten aus der Erzgebirgskaserne. 2012 wird das Panzergrenadierbataillon im ISAF-Gebiet in Afghanistan eingesetzt, dabei sollen die Soldaten „ein Stück Heimat mit auf ihren Weg nehmen“. Stabsfeldwebel Jürgen Brüchner, örtlicher Betreuer der Ev. Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung, hat die Aktion „Daumen hoch“ ins Leben gerufen. Die Schüler basteln zunächst die Front der überdimensionalen Postkarte, die auf der Rückseite mit einem Gruß des Oberbürgermeisters Thomas Wittig versehen wird. Weitere Stadtbewohner werden sich außerdem beteiligen und sich mit individuellen Grüßen und ihrem Daumenabdruck auf der Riesenpostkarte verewigen. Am 19. Dezember soll das Gesamtwerk fertig sein und während des Verabschiedungsappells an die Soldatinnen und Soldaten übergeben werden.

In Afghanistan wird die Postkarte in mehrere Puzzleteile zerlegt, sodass die 250 Soldaten, die auf verschiedene Lager verteilt sind, allesamt einen Teil der Karte in ihrer Nähe haben. Zurück in der Heimat werden nach Ende des Einsatzes im Frühjahr 2013 alle Einzelteile wieder zusammengefügt und in der Erzgebirgskaserne weiter an die Solidaritätsaktion der Marienberger Städter erinnern. Jürgen Brüchner, der selbst zweimal im Auslandeinsatz war, weiß, dass die Marienberger mit dem Projekt ein Zeichen setzen, dass für die Soldaten eine besondere Motivation ist. „Hier spiegelt sich das absolut gute Verhältnis der Stadt Marienberg und ihren ,Marienberger Jägern‘ wieder“.

Nach dem Vorbild des großen Bastelwerkes entstehen außerdem kleine Postkarten, auf denen Familien, Freunde und Sympathisanten den Marienberger Soldaten Grüße senden können.

Text: Tabea Vorwergk
Bilder: Jürgen Brüchner
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