Trennung von Familie und Freunden, Einsätze unter Lebensgefahr, echte Kameradschaft oder Unverständnis im Bekanntenkreis: Der Alltag als Soldatin oder Soldat ist eine Herausforderung, die sich Außenstehende nur sehr schwer vorstellen können. Der 14. Kunstwettbewerb der Bundeswehr fordert auch in diesem Jahr Angehörige der Bundeswehr dazu auf, kreativ darzustellen, wie es sich anfühlt, Soldatin oder Soldat zu sein, Wochen oder Monate fernab der Heimat zu verbringen und einen Beruf auszuüben, der mit keinem anderen vergleichbar ist.

Generalmajor Werner Weisenburger, Amtschef des Streitkräfteamtes und Schirmherr des Kunstwettbewerbs der Bundeswehr, gab am 26. Oktober 2017 den Startschuss und verkündete das Thema des 14. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr. Unter dem Thema „Mut“ können bis zum 15. Juni 2018 alle Bundeswehrangehörigen – auch unter Beteiligung ihrer Familienangehörigen – künstlerisch tätig werden. Ob als Malerei, Zeichnung, Fotografie Video oder Objekt – vielfältige Gestaltungsformen sind gerne gesehen.

Was mit dem Thema „Mut“ gemeint ist, zeigt das Ausschreibungsplakat deutlich: Von Zivilcourage über Herzhaftigkeit; Schneid und Tapferkeit, Risikobereitschaft und Kühnheit bis hin zur Furchtlosigkeit werden Eigenschaften benannt, die von den Teilnehmern am Kunstwettbewerb künstlerisch dargestellt werden sollen. „Zu allem Großen ist der erste Schritt der Mut“ (Goethe). In Anlehnung an den Ausspruch Goethes und unter Berücksichtigung der vielfältigen Begriffe für „Mut“ soll auf künstlerische Weise gezeigt werden, wie die Bundeswehr und die Bundeswehrangehörigen Mut beweisen. Denn das Große, das über allem steht, sei der Charakter, der Charakter der einzelnen Soldatin und des Soldaten, aber auch der Charakter der Bundeswehr. Mut zu haben – so heißt es im Ausschreibungstext weiter – zeige sich nicht in der Überwindung von ausweglosen Situationen, sondern im Einstehen für andere, im Widersetzen gegen Ungerechtigkeit.

Soldatinnen und Soldaten haben im Rahmen des 14. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr die Möglichkeit zu zeigen, wie sie Mut im Alltag und im Einsatz erleben, wie sich ein mutiges Gefühl, eine mutige Aktion im Beruf mit frei wählbaren Materialien kreativ darstellen lässt und wie sich der Betrachter dieses Gefühl vorstellen muss. Teilnehmen können alle Soldatinnen, Soldaten und Zivilbedienstete der Bundeswehr sowie Soldatenfamilien.

„Wo sehen Sie Mut in Ihrem Berufsalltag? Wo begegnen Ihnen Menschen, die Mut zeigen? Wie haben Sie schon einmal Mut in Ihrem Beruf bewiesen?“ Mit diesen Fragen rufen die Veranstalter Bundeswehrangehöre dazu auf, Teil des Kunstwettbewerbs zu sein: „Seien Sie mutig und machen Sie mit.“

 

Text: Daniel Bigalke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der KAS

Bildbeschriftung: In freudiger Erwartung der Beiträge zum 14. Kunstwettbewerb der Bundeswehr (v.l.): Oberstleutnant a.D. Jobst Schulze-Büttger (Vorstand KAS), Generalmajor Werner Weisenburger (Amtschef des Streitkräfteamtes und Schirmherr des Kunstwettbewerbs), Rolf Hartmann (Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung EAS), Jörg Hilgert (Leiter Geschäftsbereich Standortbetreuung und Service KAS). Foto: KAS