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»Truppenunterhalter« bei der Bundeswehr

Clemens Schick

Schauspieler Clemens Schick reist mit einem Solostück zu den Truppen nach Afghanistan

Clemens Schick

Clemens Schick

Mit Ausschnitten im Video
Schauspieler Clemens Schick ist der Meinung, in Deutschland werde zu wenig über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan diskutiert. Deswegen reiste er im September 2008 für vier Tage an den Hindukusch. Dort spielte Schick für die deutschen Soldaten das Solostück “Windows – Oder: Müssen wir uns Bill Gates als einen glücklichen Menschen vorstellen?”, mit dem er derzeit auf deutschen Bühnen unterwegs ist.
Auf die Idee kam der spätestens seit seinem Auftritt in “James Bond – Casino Royale” bundesweit wie international bekannte Schauspieler, als er im Sommer 2008 einen “Spiegel”-Artikel über Heimkehrer des Afghanistan-Einsatzes las. Dabei sei ihm klar geworden, wie wenig sich die Gesellschaft mit dem Thema auseinandersetze, sagt er. Die Soldaten seien sehr offen gegenüber dem Theaterstück gewesen.

Schick: “Ich bin Pazifist”

Der in Tübingen geborene Schauspieler, der drei Brüder hat, musste selbst keinen Dienst leisten. “Ich bin Pazifist”, sagte er. Ob die Bundeswehr in Afghanistan bleiben soll, ist für ihn aber eine ungelöste Frage: Es gebe genauso viele Gründe für einen Abzug wie dagegen. Die Reise zu den Bundeswehr-Camps wurde von zwei Freunden dokumentiert. “Wir waren komplett abgeschottet”, berichtete Schick. “Man merkt, dass man in einem Kriegsgebiet ist und dass es gefährlich ist.” Er habe ordentlich Angst gehabt.
Am 5. September um 21.40 Uhr läuft er auf 3sat. Darin spricht Schick offen über seine Beweggründe für seine Reise nach Afghanistan, seine Gespräche mit den deutschen Soldaten und gibt so einen Einblick in den “Kriegs-Alltag”.

30.04.2009/Kulturzeit mit Material von dpa / hs

Link: http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/tips/133568/index.html

Film »Der Truppenunterhalter«

Film von Jobst Knigge, Deutschland 2009
Der Schauspieler Clemens Schick, spätestens seit seinem Auftritt in dem James Bond-Film “Casino Royal” bundesweit wie international bekannt, ist derzeit mit seinem Solo-Programm “Windows oder: Müssen wir uns Bill Gates als einen glücklichen Menschen vorstellen?” auf deutschen Bühnen unterwegs. Das Stück setzt sich mit der Person des Windows-Erfinders auseinander, doch Schick webt bei seinen Auftritten auch Improvisationen zu tagesaktuellen Fragen ein. Mit diesem Stück reiste Clemens Schick im September 2008 auf eigene Initiative nach Afghanistan, um bei den dort stationierten deutschen Soldaten drei Gastspiele in Kundus, Kabul und Mazar-e-Sharif zu geben und mit ihnen in Diskussion zu treten. Der Film des Berliner Journalisten und Filmemachers Jobst Knigge begleitet Clemens Schick bei seinen Auftritten und den Begegnungen mit den deutschen Soldaten. Schick spricht sehr offen über seine Beweggründe für seine Reise nach Afghanistan, seine Gespräche mit den deutschen Soldaten und gibt so einen Einblick in den “Kriegs-Alltag”.