Im Delmenhorster Soldatenheim „Haus Adelheide“ startete am Mittwoch, 17. August, die Fotoausstellung „Gesichter einer jungen Bundeswehr“. Sie zeigt Soldatinnen und Soldaten aller Streitkräften, die ihrem beruflichen Alltag mit Leidenschaft begegnen. Bevor die Fotoprints auf ihre Reise durch verschiedene Ausstellungsräume in Deutschland gehen, sind sie noch bis voraussichtlich Dezember 2011 im „Haus Adelheide“ zu sehen.

Delmenhorst/ Berlin. Als Sören Lingenberg, Mitarbeiter der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS), die Vernissage zur Ausstellung „Gesichter einer jungen Bundeswehr“ von Klaus Schreiber offiziell eröffnete, hatten sich etwa 80 Menschen im Festsaal „Lili Marleen“ versammelt. Es waren mehrheitlich Soldatinnen und Soldaten, die gekommen waren, um  Bilder zu sehen, die vom eigenen Alltag erzählen. Neben alledem, was das Soldatenleben belaste und täglich im Fokus der Medien stehe, sei es Klaus Schreiber mit seinen Bildern gelungen, eine schöne Realität des soldatischen Alltags festzuhalten, kommentierte Sören Lingenberg in seinem Grußwort. Nicht ausgrenzend und lebensbejahend sei Schreiber auf seine Protagonisten zugegangen.

Auch das Wirken der EAS ist von dieser Idee geprägt. So kaufte der Verein alle Bilder der Ausstellung und wird sie im Rahmen einer Wanderausstellung einem großen Publikum aus zivilen und militärischen Kreisen zugänglich machen. „Uns ist es wichtig Nischenprojekte, wie auch vermeintlich diese Ausstellung eines ist, zu fördern. Sie haben große Bedeutung, auch wenn nicht jeder mitmachen möchte oder mitmachen kann“, sagte Sören Lingenberg.

Kasernenkommandant, Oberstleutnant  Harald Mauritz, würdigte in seinem Eröffnungswort die Bedeutung solcher Kunstprojekte, die das soldatische Leben ins Bewusstsein einer zivilen Öffentlichkeit bringen. Er richtete sich schließlich mit einem Wunsch an die Gäste der Vernissage: „Mögen Sie alle in die Rolle eines Multiplikatoren schlüpfen und in die Welt hinaustragen, dass mit dieser Ausstellung ein weiterer Anlass geschaffen ist, dieses Soldatenheim zu besuchen.“ Admiral Gottfried Hoch, der die offizielle Laudatio sprach, appellierte, Schreibers Portraits bewusst anzuschauen. In den Gesichtern würde sich der geistige und emotionale Hintergrund der Soldaten widerspiegeln, der von Stolz, Konzentration, Neugier und mitunter einem gewissen Schalk künden würde, so Admiral Hoch schmunzelnd.

Die Vernissage am Nachmittag war eingebettet in das Sommerfest des Soldatenheimes. Geschäftsführer Dieter Winkler zeigte mit seinem Team vollen Einsatz, damit sich die Gäste in seinem Haus wohlfühlten. Mit Buffet, Grillgut und Stockbrot waren für kleine und große Besucher Leckereien vorbereitet worden. Auch der EASy-Truck, das Spielmobil des EAS, war für den Tag angereist: Hüpfburg, Schminkstraße und Outdoor-Spielgeräte hielten die Kinder auf Trab, während sich die Eltern im grünen Gelände zum Plausch gesellten.

Text und Bilder: Tabea Vorwergk
Quelle: