Spüre den Geruch des Rauches und gehe ruhig weiter –
Osjeti miris dima i mirno kreni dalje

Premostive daljine – überbrückbare Ferne.
Gedankengänge einer deutsch-bosnischen Begegnung

Die hier gesammelten literarischen Gedankengänge und der Brückenschlag zwischen zwei Nationen sind das Ergebnis einer langjährigen Begegnung über eine große Entfernung hinweg.
Gedichte und Erzählungen nehmen den Leser mit auf den Weg in die ungewisse Zukunft einer jungen bosnischen Generation, die nicht mehr zurückblicken will – und wird.
Der Brückenschlag beinhaltet verschiedene Beiträge zum sozialen und politischen Engagement in Bosnien-Herzegowina, die den Weg zum verständnisvollen Umgang miteinander markieren.
Dies ist das zweite Buch eines Begegnungs- und Literaturprojektes. Das Projekt hat zu einem Ergebnis geführt, das ohne die engagierte Mitwirkung aller Beteiligten nicht soweit vorangekommen wäre.

Mit diesem Buch gehen junge AutorInnen aus Bosnien-Herzegowina (BiH) und Deutschland einen neuen Weg: von den bosnischen Studierenden hören wir vom Hier und Jetzt, das nicht ohne einen Rückblick auskommt; doch die Literatur nutzt, über den Horizont zu schauen und sich nicht fallen zu lassen.
Deshalb ist der Titel des Buches neben dem Geschmack der Vergangenheit voller Gelassenheit und Zuversicht, dass in der Ruhe auch die Kraft liegt, die so oft beschworen wird. (Hauptitel aus einem Gedicht von Jasmina Murga, Untertitel von Elma Dilaver)
Der zweite Teil des Buches wird als Brückenschlag bezeichnet, was sowohl auf die Sachbeiträge zutrifft, als auch auf die Verbundenheit mit BiH. Auf unterschiedliche Weise haben deutsche AutorInnen sich mit Bosnien-Herzegowina auseinander gesetzt und interessante Augenblicke und Weitblicke gesehen.

Inhalt in der Reihenfolge des Buches

Inhaltsverzeichnis (PDF)

Literarische Gedankengänge

  • Gedichte und Erzählungen von Irma Duracović, Jasmina Murga, Elma Dilaver, Melika Mujić, Vahidin Covo und Alma Dilaver
  • Die Ewigkeit des Augenblicks. Lyriktexte bosnischer Exilanten, von Silke Dürrhauer
  • Man hätte mich töten können tausendmal, aber meine Sprache nicht. Harald Biskup im Gespräch mit dem Schriftsteller Stevan Tontić
  • Die unberechenbaren Grenzflüsse. Zu einem sonderbaren Detail des Daytoner Abkommens. Stevan Tontić

Brückenschlag

  • Jan Martin Schaffartzik: Die Europäische Union und ihr Engagement in Bosnien-Herzegowina
  • Nina Mahrt: Tanz auf dem Vulkan. Der Comic »Sarajevo Tango« als politisches Statement
  • Marcus Harun: Share e.V., Hilfsorganisation ehemaliger Einsatzsoldaten in Bosnien-Herzegowina
  • Carsten Kanzler: Einmal Bosnia und zurück. Bericht über einen Hilfstransport nach Bosnien-Herzegowina
  • Roland Prüfer: Interkulturelle Kompetenz (in) der Bundeswehr. Ein Beitrag zur kulturpolitischen Verantwortung im Dialog der Kulturen
  • Malina Schneider: Die Bedeutung von Face-to-Face-Kommunikation. Bestandteil der Interkulturellen Kommunikation in Auslandseinsätzen von Bundeswehrsoldaten
  • Rebekka Fredrich: Das Feldlager als Kulturträger. Die Feldzeitung »Der Keiler« als Spiegel des Feldlagers Rajlovac
  • Rebekka Fredrich: Ein Beitrag zur Völkerverständigung. Selbstbild und Frembild der Deutschen und Bosniaken

Anhang

  • Malina Schneider: Das Seminar »Kommunikation, Konfliktbearbeitung und Kultur« in Strausberg / Berlin. Mitschrift der Seminarwoche vom 17. bis 24. April 2006
  • Armin H. Neuß: Our best – Bosnien-Herzegowina. Naše nabjbolje – Bosni i Hercegovina