Häufige Fragen & Antworten

Bitte auch die Teilnahmebedingungen lesen.

 
TEILNAHMEBEDINGUNGEN (PDF)

1. Teilnehmendenkreis und Einsendung

Teilnehmen können alle aktiven Bundeswehrangehörige. Jede teilnehmende Person darf nur ein Exponat als Einzelarbeit einreichen. Zwei weitere Möglichkeiten bestehen für eine Teilnahme.

Gruppenarbeit: Wenn zwei bis drei Personen als Angehörige der Bundeswehr ohne Verwandtschaftsverhältnis gemeinsam eine Arbeit einreichen.

Familienarbeit: Es kann auch eine Familienarbeit eingereicht werden, wobei teilnehmende Personen in einem Verwandtschaftsverhältnis stehen. Die einreichende Person ist eine angehörige Person der Bundeswehr.

Ich bin Reservist:in. Kann ich teilnehmen?

Der Kunstwettbewerb ist nur für aktive Bundeswehrangehörige. Reservist:innen sind leider ausgeschlossen. Ist Ihre Anmeldung und Einsendung im Zeitraum eines aktiven Dienstes, so wird gebeten, dies vorher mit der Projektleitung zu klären.

 

Was ist der Gruppenpreis?

Teilnehmen können alle Personengruppen bis 3 Personen, die der Bundeswehr angehören. Die Gruppenteilnehmenden dürfen zusätzlich auch eine Einzelarbeit und/oder Familienarbeit einreichen. Auch Ausbildungs- oder Lehrgangsklassen sind willkommen. Dabei ist maximal eine Person zu nennen, die verantwortlich ist.

Was ist der Familienpreis?

Der Familienpreis wird für Familienarbeiten vergeben, wobei mindestens eine beteiligte Person zur Bundeswehr gehören muss. Gruppenarbeiten und Gemeinschaftsarbeiten zählen nicht dazu. Bei Familienarbeiten kann zusätzlich auch eine Einzelarbeit eingereicht werden.

 

Der Preis wird gestiftet vom Bundeswehr-Sozialwerk e.V. ist ein Angebot für die ganze Familie.

Ich mache schon bei der Familienarbeit oder Gruppenarbeit mit. Kann ich auch als Einzelperson teilnehmen?

Ja. Selbstverständlich können Sie auch eine Einzelarbeit zusätzlich einsenden.

2. Einsendung

Meine Einsendung ist nicht angekommen. Was soll ich tun?

Sie werden immer über den Eingang Ihrer Einsendung vom Streitkräfteamt zeitnah informiert. Rechnen Sie mit mindestens einer bis zwei Wochen Verzögerung, bis die Einsendung am betreffenden Standort angekommen ist und die Information an Sie abgeschickt wird. Es zählt das Einsendedatum. Kommt Ihre Arbeit Tage nach dem Einsendeschluss an und wurde rechtzeitig abgeschickt, wird Ihre Anmeldung natürlich berücksichtigt.

Falls Sie nach Rücksprache mit der Projektleitung erfahren sollten, dass Ihre Einsendung noch nicht angekommen ist: Bitte wenden Sie sich bitte an Ihren Paketzusteller. Bitte versenden Sie mit Paketdiensten, die eine Sendungsnummer zur Nachverfolgung bereitstellen. Mittlerweile bieten das die meisten Paketdienste an. Achten Sie bitte auch darauf, dass Ihre Einsendung transportsicher verpackt ist mit der richtigen kompletten Anschrift.

Tipps für die Einsendung

In den Teilnahmebedingungen stehen detaillierte Angaben sowie die Anschrift. Die Arbeit wird sehr gut verpackt in Luftpolsterfolie und hartem Karton. Das ist natürlich abhängig von der Art des Werkes. Für Leinwände gibt es auch günstige Lösungen an Versandkartons für Normgrößen. Eine Fotografie wird am besten gerollt und verschickt (Vorderseite nach außen rollen und mit Schutzpapier abdecken). Keine Glasrahmen! Keine Garantie und in fast allen Fällen sind sie bislang zersplittert angekommen. Alternative: Plexiglas. Gibt es auch matt.

Natürlich ist eine Mitsendung des Rahmens wünschenswert, wenn Sie es sicher einpacken können. Dafür gibt es Spezialkartons. Fotos und digitale Werke, die ausgedruckt werden können, müssen auch ausgedruckt geschickt werden. Ausnahme nur für Teilnehmende, denen es zur Zeit nicht möglich ist, das zu bewerkstelligen wie z.B. im Auslandseinsatz.

Es wird immer nur eine Arbeit je Einsendung geschickt, also nicht zwei Arbeiten von verschiedenen Personen in ein Karton liefern. Wenn es aus Kostengründen dennoch nötig ist, bitte unbedingt die Projektleitung darüber informieren.

Das ausgefüllte digitale Anmeldeformular oder vom Faltblatt ausgedruckt bitte der Einsendung sichtbar beilegen. Wenn Sie das ausfüllbare PDF-Formular verwenden, schicken Sie es bitte auch als E-Mail an die Projektleitung. So können Ihre Texte schneller und sicherer übernommen werden.

 

Wenn es irgendwie möglich ist, sperrige Einsendungen wie Objekte persönlich in Bonn vorbeibringen. Wer nachhaltig denkt und handelt, verschickt die Einsendung bitte so, dass der Karton bzw. Verpackung für den Rückversand geeignet und vorbereitet ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob meine Einsendung angekommen ist und ich höre nichts von Ihnen

Bitte sprechen Sie die Projektleitung direkt an. Dazu können Sie auch das Kontaktformular nutzen: Kontakt.
Sie werden soweit möglich zeitnah im Vorfeld per E-Mail vom Streitkräfteamt oder der Projektleitung informiert, dass ihre Arbeit eingegangen ist.

Ist meine eingesendete Arbeit versichert?

Ja. Ihre Arbeit ist bis zu einem Wert von 300€ versichert: Materialwert und Arbeitsaufwand. Eine höhere Versicherung auf eigene Kosten kann im Anmeldeformular angegeben werden. Die Modalitäten regelt der Veranstalter, ob zusätzliche Kosten entstehen.

3. Wanderausstellung zum 15. Kunstwettbewerb 2021-2022

Warum wird mein Werk nicht in der Ausstellung im Original gezeigt?

Alle eingesendeten Arbeiten werden präsentiert, jedoch werden nur die ausgezeichneten Werke im Original gezeigt, alle anderen Werke digital. Die Arbeiten der Preisträger:innen werden auf verschiedenen Stationen in einer Wanderausstellung deutschlandweit gezeigt. Es ist logistisch nicht möglich, die Originale aller Arbeiten zu zeigen.

Kann ich mein Werk zum Verkauf anbieten?

Ja. Dafür brauchen wir den Verkaufswert. Das ist nicht der Versicherungswert, den Sie bei der Anmeldung angegeben haben. Bitte teilen Sie den Verkaufswert der Projektleitung mit.

4. Preisverleihung zum 16. Kunstwettbewerb 2022. Anreise und Programm

Wann erfahre ich, ob ich zu den Preisträger:innen gehöre?

Die Jury trifft sich im Vorfeld der Preisverleihung und alle Einsendungen werden gesichtet, diskutiert und bewertet. Die Preisträger:innen werden im Anschluss benachrichtigt; natürlich ohne zu sagen, um welchen Preis es sich handelt. Alle anderen Teilnehmenden werden ebenfalls benachrichtigt. Die Art der Benachrichtigung hängt davon ab, welche Adressdaten uns bei der Anmeldung weitergegeben wurden.

Wann und wo findet die Preisverleihung statt?

17. Oktober 2022. Berlin, Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages

Gibt es ein Programm für die Preisträger:innen?

Ja. Weiterhin ist Ihre Unterkunft ist für einen Tag reserviert bzw. wie es sinnvoll ist (frühere Anreise, Verlängerung etc.).

Wird die Anreise und Unterkunft zur Preisverleihung für die benachrichtigten Preisträger:innen gezahlt?

Ja. Sie erhalten bei Ihrer Dienststelle einen Dienstreiseantrag laut BRKG und die Kosten für die Anreise und Unterkunft werden erstattet. Dafür erhalten alle Preisträger:innen ein Begleitschreiben des Streitkräfteamtes.

Wird mir die Anreise und Übernachtung bezahlt, obwohl ich nicht zu den Preisträger:innen gehöre?

Nein. Sie können dennoch versuchen, mit einem Dienstreiseantrag eine Erstattung zu erwirken. Eine Teilnahme an der Preisverleihung für Nicht-Preisträger:innen ist vorher beim Veranstalter anzumelden.

Ich kann nicht zum Festakt kommen. Kann ich eine Vertretung schicken?

Ja. Auf dem Anmeldeformular können Sie angeben, wer als Stellvertretung teilnehmen soll. Wenn etwas dazwischengekommen ist, sprechen Sie bitte das SKA oder die Projektleitung an.

5. Nach der Preisverleihung. Rücksendung

Was passiert mit meiner Arbeit, wenn die Preisverleihung vorbei ist?

Die prämierten Arbeiten der Preisträger:innen werden im Original auf verschiedenen Stationen in einer Wanderausstellung deutschlandweit gezeigt vom Sommer 2021 bis Mitte 2022. Termine abhängig von der aktuellen Lage.

 

Die Arbeiten der anderen Teilnehmenden werden nach einer geplanten Auftaktveranstaltung in Berlin im Herbst 2021 an die angegebene Adresse bei der Anmeldung zurückgesendet. Es ist zwingend notwendig, Adressänderungen der Projektleitung mitzuteilen.

Wie bekomme ich mein Werk zurück?

Die Rücksendung erfolgt durch die Organisation und den Veranstalter. Es wird darum gebeten, auch eigene Lösungen anzubieten wie Selbstabholung oder Transport innerhalb der Bundeswehr.

10. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2010: Dienst – Familie – Partnerschaft

Der Auftrag der Bundeswehr fordert von den Soldaten und Soldatinnen hohe Einsatzbereitschaft, Mobilität, Flexibilität und Lernbereitschaft. Die Anforderungen, die dabei an sie und ihre Familien gestellt werden, sind in der Regel belastender als die Anforderungen an Beschäftigte anderer Berufsgruppen.

 

Einsätze der Bundeswehr im Ausland, eine hohe Anzahl dienstlich veranlasster Abwesenheitstage und das Pendeln zwischen Wohn- und Dienstort können mitunter für Familien und Partnerschaften eine besondere Belastung darstellen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn auf Grund dieser Situation der Partner zu Hause gezwungen ist, sich allein um die Kinder, den Haushalt und die anderen Angelegenheiten des täglichen Lebens zu kümmern.

 

Familien und Partnerschaften sind Kraftquelle und Rückhalt der Soldaten und Soldatinnen. Daher hat die Vereinbarkeit von Familie und Dienst sowohl im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Rahmenbedingungen als auch infolge der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung für ihre individuelle Lebensgestaltung einen hohen Stellenwert.

 

Die Rolle der Frau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zugunsten einer höheren Eigenständigkeit gewandelt. Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist ein allgemein anerkanntes gesellschaftliches Ziel. Darüber hinaus zeigt der gesellschaftliche Wandel zentraler Lebensinteressen, dass neben Beruf, Einkommen und Karriere gleichzeitig und gleichwertig Familie, Freizeit und Freundeskreis treten. Damit gewinnt die Familie als Lebensmittel- und Ankerpunkt auch für Soldaten und Soldatinnen überdurchschnittliche Bedeutung.

 

Einsatzfähigkeit und Auftragserfüllung der Streitkräfte und die Forderungen nach Vereinbarkeit von Familie und Dienst in den Streitkräften stellen nicht prinzipiell konkurrierende Ziele dar. Sie bilden einen Rahmen, ein Spannungsfeld, in dem sich Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr bewegen und gemeinsam nach Lösungen suchen müssen.

 

Wie schaffen es die Soldaten und ihre Familien, dieses Spannungsfeld auszuhalten und zu gestalten? Wie schafft es die Bundeswehr, den Herausforderungen der Zeit (demographischer Wandel, Veränderung von Wertvorstellungen in der Gesellschaft) zu begegnen und sich als attraktiver Arbeitgeber zukunftsorientiert weiterzuentwickeln? Vereinbarkeit von Familie und Dienst ist ein Thema, das uns alle angeht, als Vorgesetzte und als Betroffene. Die künstlerische Auseinandersetzung ist unter diesen Gesichtspunkten nicht nur eine äußerst spannende Angelegenheit, sondern auch eine Verpflichtung. Kunst kann neue Sichtweisen anbieten, und dafür können gerade die Kreativen in der Bundeswehr einen wichtigen Beitrag leisten.

11. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2012: Mobilität! Bewegung. Veränderung?

Auslandseinsätze gehören mittlerweile zum Alltag. Die Trennung von Angehörigen ist unvermeidlich. Die Betreuung der Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbediensteten wird dabei immer mehr an Bedeutung gewinnen, um neben einem angemessenen Freizeitausgleich auch Beziehungsarbeit zu leisten. Die Auseinandersetzung mit der Bundeswehr geschieht zunehmend öffentlich: in Rundfunk und Presse häufen sich Berichte über Freud und Leid im Einsatz, über Ausbildung, Rückkehr und Traumatisierung.

 

Neben den Pressemeldungen zur Lage sind auch andere Medien gefragt. Ein Medium ist die Kunst. Die Kunst kann nichts verhindern, aber sie kann sensibilisieren. Die Kunst vermag mehrere Ebenen gleichzeitig anzusprechen und findet einen anderen Zugang zum Betrachter. Deshalb ist es wichtig, diesen Kunstwettbewerb der Bundeswehr öffentlich zu machen. Seit 1998 wird der Wettbewerb ausgetragen, vor allem seit 2008 hat er unter neuer Leitung spürbar an Dynamik und Rückhalt gewonnen. Und das trägt Früchte. Mit der ersten Wanderausstellung der Wettbewerbswerke im Jahr 2010 an insgesamt 10 Standorten wird das Kunstprojekt in allen Teilen der Bundeswehr zusehends populärer.

 

Es bewegt sich also nicht nur die Bundeswehr als Einrichtung, sondern natürlich auch die Teile des Ganzen. Und nur wer bewegt, bewegt etwas. Der Kunstwettbewerb zeigt ein anderes Bild, das wir von der Bundeswehr haben. Es zeigt den untrüglichen Blick derjenigen Menschen, die sich in den Dienst der Gesellschaft gestellt haben, sei es im Ausland oder bei uns. Es ist auch kein Blick von Künstlern, sondern von betroffenen Menschen, die mit Intensität und sehr hoher Motivation Werke schaffen, die es wahrlich wert sind, öffentlich gezeigt zu werden. Von Jahr zu Jahr wird die künstlerische Qualität spürbar größer und einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den vergangenen Wettbewerben haben sich bereits mit eigenen Werken einen Namen gemacht.

 

Das alles vermag Kunst. Sie bewegt. Nur wer bewegt, bewegt etwas. In diesem Sinne ist der Kunstwettbewerb der Bundeswehr unter der Schirmherrschaft des Amtschefs des Streitkräfteamtes ein Beweger, ein Katalysator, ein Motivator. Die Veränderung? Der Anfang ist gemacht.

12. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2014: Im Einsatz für Deutschland …

Die vergangenen drei Kunstwettbewerbe der Bundeswehr seit 2006 hatten die Themen Multinationalität, Vereinbarkeit von Dienst und Familie sowie die Frage nach der Mobilität und Veränderung. Den meisten Einsendungen gemeinsam war eine intensive Beschäftigung mit Auslandseinsätzen, obwohl dies durch die Themen nicht vorgegeben war.
Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee, deren Einsätze von den Volksvertretern im Bundestag diskutiert und abgestimmt werden. Bereits 2005 erwähnte der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert in seiner Rede zum 50. Jahrestag:

 

„Der Begriff ‚Parlamentsarmee‘ hat sich für diese enge Verbindung und Verantwortung längst allgemein durchgesetzt. Wir, der Deutsche Bundestag, wissen, dass wir uns auf diese Armee verlassen können. Und die Bundeswehr, unsere Soldatinnen und Soldaten, sollen wissen, dass sie sich auf dieses Parlament verlassen können.“ (26.10.2005)

 

Weltweit einmalig ist der Umfang, inwieweit der Bundestag Einfluss auf die Bundeswehr besitzt: Zustimmungsvorbehalt bei Bündnisverpflichtungen, Verankerung des Verteidigungsausschusses in der Verfassung, ein eigenes Amt mit Wehrbeauftragten. Weiterhin gilt das Budgetrecht, das bereits 1848 dem Parlament eine wichtige Kontrollfunktion über die Armee gegeben hat. Heute bestimmt das Recht den Umfang und die Fähigkeiten der Streitkräfte mit Zustimmung des Verteidigungsausschusses und des zuständigen Haushaltsausschusses.

 

Aus all diesen Punkten wird deutlich, dass die Aufgaben und Ziele der Bundeswehr in erster Linie vom Bundestag mitgesteuert werden, der sich aus den gewählten Vertreter der Bürger zusammensetzt. Insofern bekommt der Begriff für Soldaten „Staatsbürger in Uniform“ als Leitbild der Inneren Führung der Bundeswehr eine weitreichende Bedeutung. Die einsatzorientierte Bundeswehr wurde im Mai 2013 zu einem vorrangigen Ziel in der Neuausrichtung der Bundeswehr. Zurzeit sind rund 6000 Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz von insgesamt 185000 sowie 55000 Zivilbeschäftigte.

 

Im Einsatz für Deutschland… bedeutet nicht nur der Einsatz im Ausland, sondern auch in Deutschland selbst z.B. als Unterstützung bei Flutkatastrophen. Besonders bei solchen Katastrophen wird klar, dass die Bundeswehr ein Teil der Bevölkerung darstellt mit realen Menschen, die helfen. Der Blick ins Ausland und den damit verbundenen Herausforderungen sind für den Einzelnen der Bevölkerung schwer nachvollziehbar – und doch sind die Auswirkungen umso mehr erkennbar. Umso entscheidender ist es, humanitäre Einsätze innerhalb Deutschlands zuzulassen und zu fördern.

 

Es ist wichtig, die Bundeswehr nicht nur als militärische Einheit zu sehen, sondern als eine Gruppe von Menschen, die genauso als Bevölkerung in Deutschland leben wie diejenigen, die nicht bei der Bundeswehr sind. Spätestens als Reservisten und Veteranen sind ehemalige Bundeswehrangehörige fester Bestandteil der Bevölkerung und verdienen den gleichen Respekt wie andere Berufsgruppen auch.
Dann zeigt sich, ob wir als Gesellschaft in der Lage sind, mit dem Einsatz für Deutschland umzugehen. Das ist auch ein demokratischer Grundgedanke, der mitunter zu kurz kommt. Unverständnis ist die Folge und Desinteresse für die Probleme, die zum Beispiel Soldatinnen und Soldaten mit seelischer Verwundung im Einsatz zu überwinden haben.

 

»Im Einsatz für Deutschland …« ist auch der Beginn eines Satzes, einer Erinnerung, einer Zukunft. Wie würden Sie den Satz vollenden? Sehen Sie zurück oder nach vorne? Was ist Ihre Geschichte? Was würden Sie sich wünschen, wie der Satz weitergeht?

13. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2016: Akzeptiert. Integriert. Respektiert

Auftrag der Bundeswehr ist nicht nur die Verteidigung des Landes sowie Hilfe bei Katastrophen im Inland, sondern auch die Beteiligung an überstaatlichen Bündnissen. Das klingt einfach und ist doch sehr komplex. Die Soldatinnen und Soldaten sind im Einsatz für Deutschland auch im Ausland daheim, aber ihr Zuhause ist Deutschland.

 

Was bedeutet dann Zuhause, wenn der Einsatz sechs Monate dauert, getrennt von der Familie, den Angehörigen und Freunden? Wo definiert sich Heimat, wenn die Kommunikation nur über Video, E-Mail, Telefon oder Brief funktioniert? Was bedeutet Heimat, wenn die Kameradinnen und Kameraden im Einsatz eine Art eigene Familie bilden?

 

Daraus ergeben sich große Herausforderungen der Vereinbarkeit zwischen Einsatz, Familie und Kulturunterschieden. Besonders zu Hause in Deutschland sind viele Bundeswehrangehörige noch nicht selbstverständlich akzeptiert. Das gilt nicht nur für Einsatzrückkehrerinnen und -rückkehrer.

 

Für den Auftrag, den das Parlament der Bundeswehr gibt, ist es zukünftig entscheidend von Bedeutung, wie und auf welche Weise mit den Anforderungen umgegangen wird. Damit ist zum einen die Einsatzsituation gemeint, zum anderen das Verständnis für die Bundeswehr im eigenen Land. Hier ist noch viel Vermittlungsarbeit zu leisten, damit die Bundeswehr und ihre Angehörigen uneingeschränkt und vorbehaltlos als Teil unseres Landes akzeptiert werden. Im Verteidigungsfall sind sie es, die uns schützen und im Einsatz vielfältige Opfer bringen. Und das verdient jeden Respekt.

 

Die Anfangsbuchstaben des Themas »Akzeptiert. Integriert. Respektiert.« ergeben das Wort „AIR“ (engl.: Luft). So wie wir die Luft zum Atmen brauchen, brauchen wir diesen Dreiklang für ein harmonisches Miteinander in der Welt und Zuhause. Zuhause ist dort, wo die Familie ist. Die Welt kann das nicht ersetzen, nur ergänzen.

 

Zeigen Sie uns, wie das aussieht. Zeigen Sie uns, wie Sie dies im Alltag und im Einsatz erleben. Zeigen Sie uns, wie Sie sich das vorstellen können.

14. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2018: Mut

Der Kunstwettbewerb hat das Thema »MUT« und das Plakat zeigt schon deutlich, was damit alles gemeint ist. Von Zivilcourage über Herzhaftigkeit, Schneid und Tapferkeit, Risikobereitschaft und Kühnheit bis hin zur Furchtlosigkeit werden Eigenschaften dargestellt, die damit in Verbindung stehen.

 

»Zu allem Großen ist der erste Schritt der Mut« (Goethe). Eine Verbindung des Ausspruchs mit den genannten Eigenschaften zeigt, wie die Bundeswehr und die Bundeswehrangehörigen MUT beweisen. Denn das Große, das über allem steht, ist der Charakter. Der Charakter der einzelnen Soldatin und des Soldaten, aber auch der Charakter der Bundeswehr. MUT zu haben zeigt sich nicht in der Überwindung von ausweglosen Situationen, sondern im Einstehen für andere, im Widersetzen gegen Ungerechtigkeit, im Standpunkt vertreten. Das zeigt sich auch in den parlamentarischen Debatten, welche Funktion die Bundeswehr übernimmt, welche Einsätze genehmigt werden. Es geht darum, dass darüber diskutiert wird. Dies ist ein Geschenk, ein hohes Gut, das Deutschland auszeichnet.

 

Wo sehen Sie MUT in Ihrem Berufsalltag? Wo begegnen Ihnen Menschen, die MUT zeigen? Wie haben Sie schon einmal MUT bewiesen in Ihrem Beruf? Seien Sie Teil des Kunstwettbewerbs und geben dem Einzelnen einen Namen. Seien Sie mutig und machen Sie mit. Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr beweist seit vielen Jahren, wie wichtig es ist, sich auszudrücken, eine Position zu beziehen, anderen die eigene Situation zu schildern. Es ist ein Gewinn für alle.

 

MUT ist nicht nur ein Wort. Es ist eine Haltung. Und es ist ein Handeln. Jetzt.

15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2020: Diversität

Das Thema Diversität bedeutet in erster Linie nichts anderes als Unterschiedlichkeit anzuerkennen in allen Bereichen. Das klingt erst einmal einfach, ist jedoch komplex. Es geht darum, Vorurteile und Schubladendenken abzubauen.

 

Diversität beschreibt dabei eine gelebte Vielfalt und ist in der Bundeswehr fest verankert. Bereits 2012 unterzeichnete die Bundeswehr die »Charta der Vielfalt«. Zur Verantwortung gehören Herausforderungen wie zum Beispiel Familienbetreuung, Beeinträchtigungen, zwischenmenschliche Orientierung, religiöse Ausrichtung. Diversität wird dabei meist umschrieben mit Chancengerechtigkeit, Vereinbarkeit von Dienst und Familie, Inklusion, Interkultur. Und so ist ein Grundstein für die Einheit der Bundeswehr, die einzelne Person in ihrer Lebensführung zu schätzen und zu fördern.

 

Aufgrund der unterschiedlichsten Arbeitsbereiche innerhalb der Bundeswehr bietet kaum ein anderer Arbeitgeber mehr Verbundenheit und Möglichkeiten, sich zu entfalten. Und Möglichkeiten zu haben bedeutet immer Bewegung und Veränderung. Das gilt auch für die Einbindung der Bundeswehr in die Gesellschaft. Auch die Gesellschaft kann mit klaren Botschaften die Herzen öffnen für die Staatsbürger_innen in Uniform. Und wenn das gelingt, ist Diversität wirklich gelebte Vielfalt.

 

Was verbinden Sie mit dem Thema? Wir freuen uns auf ihre persönliche Sichtweise und auf zahlreiche kreative Einsendungen.