13. Kunstwettbewerb 2016
Thema: Akzeptiert. Integriert. Respektiert

Auftrag der Bundeswehr ist nicht nur die Verteidigung des Landes sowie Hilfe bei Katastrophen im Inland, sondern auch die Beteiligung an überstaatlichen Bündnissen. Das klingt einfach und ist doch sehr komplex. Die Soldatinnen und Soldaten sind im Einsatz für Deutschland auch im Ausland daheim, aber ihr Zuhause ist Deutschland.

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Hier befinden Sie sich:

<strong>Momentaufnahme aus dem Leben eines Soldaten</strong><br>Acryl. Zwei Teile á 80 x 100 cm
1. Platz
Viktor Kebleris
Momentaufnahme aus dem Leben eines Soldaten
Acryl. Zwei Teile á 80 x 100 cm

Info
<strong>Viewpoint of life (Blickwinkel des Lebens)</strong><br>Acryl. 30 x 23 cm
2. Platz
Miriam Finzel
Viewpoint of life (Blickwinkel des Lebens)
Acryl. 30 x 23 cm

Info
<strong>Ist Deutschland Heimat. </strong><br>Objekt. Gefaltete Buchseiten
3. Platz
Irina Motzalla
Ist Deutschland Heimat.
Objekt. Gefaltete Buchseiten

Info
<strong>Das Feldhemd.</strong><br>Acryl. 40 x 50 cm
4. Platz
Joanna Kujawa
Das Feldhemd.
Acryl. 40 x 50 cm

Info
<strong>Horizont.</strong><br>Zeichnung. Stencil Art/Streetart, Sprühfarbe. 68,5 x 48 cm
5. Platz
Viktor Heckmann
Horizont.
Zeichnung. Stencil Art/Streetart, Sprühfarbe. 68,5 x 48 cm

Info
<strong>Akzeptiert in der Bevölkerung – Integriert in der Familie – Respektiert in Deutschland und der Welt.</strong><br>Fotografie. Drei Teile. 20 x 30 cm, 30 x 20 cm, 45 x 30 cm
5. Platz
Timo Ulrichs
Akzeptiert in der Bevölkerung – Integriert in der Familie – Respektiert in Deutschland und der Welt.
Fotografie. Drei Teile. 20 x 30 cm, 30 x 20 cm, 45 x 30 cm

Info
<strong>Dankbarkeit.</strong><br>Bleistift auf Papier. 50 x 40 cm
5. Platz
Alex Fischer
Dankbarkeit.
Bleistift auf Papier. 50 x 40 cm

Info
<strong>Gemeinsames Atmen – Miteinander leben und nicht gegeneinander. </strong><br>Acryl. 70 x 110 cm
5. Platz
Annemarie Kirst
Gemeinsames Atmen – Miteinander leben und nicht gegeneinander.
Acryl. 70 x 110 cm

Info
<strong>AIR-Kentnisse. </strong><br>Collage. Drei Teile á 100 x 90 cm
5. Platz
Ralf Illauer
AIR-Kentnisse.
Collage. Drei Teile á 100 x 90 cm

Info
<strong>Der runde Tisch.</strong><br>Objekt, Mischtechnik. Triptychon. 120 x 40 cm aufgeklappt
Familienpreis
Tobias und Berta Kloiber
Der runde Tisch.
Objekt, Mischtechnik. Triptychon. 120 x 40 cm aufgeklappt

Info
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Beschreibung des Künstlers:

Dieses Bild stellt eigene Erfahrung im Einsatz dar und unterstreicht das Thema des 13. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr.

Das Ziel war es, den Beruf als Soldat und seinen Alltag im Einsatz möglichst nahe darzustellen.

Die Relevanz für Soldaten selbst, für sein Land und seine Familie in seinem Tun am und neben dem Beruf in Einklang zu bringen.

Daraus ergeben sich große Herausforderungen der Vereinbarkeit zwischen Einsatz und Familie.

Seitens der Familie (z.B. Frau und Kind) ist es eine enorme Belastung, wenn der Mann sich als Soldat im Einsatz fernab der Heimat befindet.

Das Leben spielt sich für beide nicht nur gedanklich in der Heimat, sondern tatsächlich auch im Einsatz ab.

In einer solchen Situation ist es vor allem für den Soldaten eine große Stütze, wenn die Familie das Rückgrat bildet.

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Beschreibung der Künstlerin:

Der Mensch im Allgemeinen erfährt zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl tiefster Zufriedenheit in seiner Familie. Hier ist das Zuhause, weil man bedingungslos akzeptiert, integriert und respektiert wird. Dies bildet den Grundstein in unserem Leben.

Wenn es uns gelingen kann, unsere Familie im Herzen zu tragen, gelingt es uns, den parlamentarischen Auftrag im weltweiten Einsatz mit all den damit verbundenen Entbehrungen leichter zu bestehen. Die modernen Kommunikationsmittel helfen uns dabei, den Kontakt nach Hause nicht zu verlieren.

Im Mittelpunkt meines Bildes sind zwei Gesichter ineinander verwoben. Dies soll die Emotionen in einer Beziehung beschreiben. Nur wenn die Beziehung stimmt, dann denkt man nicht nur an sich selbst, sondern auch an den Partner. Zumindest geht es mir so… Mein Partner ist sehr oft in meinen Gedanken, obwohl wir uns aus dienstlichen Gründen oft nicht sehen können.

Doch noch einiges mehr soll mein Bild ausdrücken. Ich habe so viele Farben benutzt, um verschiedene Charaktere darzustellen. Jeder Soldat hat eine andere Farbe, eine andere Ansicht, eine andere Gabe. Doch alle zusammen ergeben ein Bild. Es sollte so sein, dass, egal wie verschieden wir sind, der parlamentarische Auftrag im Mittelpunkt des Handelns eines Soldaten steht.

In dem männlichen Gesicht habe ich eher die heimischen Waldfarben und die der Bundeswehruniform im In- und Ausland verwendet. Außerdem sollen diese Farben Ruhe und Gelassenheit ausdrücken. Der Blick ist ruhig und entschlossen, vielleicht sogar etwas gelassen und entspannt. Er (der Soldat/in) trägt einen Helm zum Schutz, denn nicht nur Ausbildung, Kameradschaft, Zusammenhalt, Liebe… sind sehr wichtige Schutzmaßnahmen für einen Soldaten. Schon sehr oft hat sich der Helm als Lebensretter erwiesen (Der Helm ist hier Symbol für Ausrüstung und Material der Bundeswehr).

Die Frau ist eher nachdenklich, sie versucht einen kühlen Kopf zu bewahren und trägt ihren Liebsten in ihren Gedanken mit sich. Die Farben sind unruhiger, trotzdem sehr konzentriert. Sie soll in meinem Bild zum einen eine zivile Frau darstellen, die eine andere Ansicht zur Bundeswehr haben könnte. Andererseits kann sie aber auch als Soldatin verstanden werden. In dem weiblichen Gesicht habe ich versucht, den Mann mit einzuarbeiten, um darzustellen, dass Soldatinnen gut integriert wurden und aus der Bundeswehr nicht mehr wegzudenken sind. Ich habe Frau und Mann ineinander verschmelzen lassen, um zu sagen, dass Mann und Frau, Soldat und Soldatin, nur gemeinsam stark sind und gemeinsam ein Team sein können. Selbst wenn man ein Team

ist, hat man verschiedene Ansichten und gerade das ist das Interessante, das bewirkt Diskussionen und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den verschiedensten Dingen.

Sehr oft ist es sinnvoll, verschiedene Dinge von so vielen Sichtweisen wie möglich auszuleuchten, um mehr zu sehen und Gefahren zu erkennen.

Frauen und Männer | Kameradinnen und Kameraden sind auch in meinem Bild sehr unterschiedlich dargestellt. Doch ich wollte beiden die gleiche Gewichtung geben. Beide sind wichtig, jeder einzelne ist wichtig. Ich will nicht bezwecken, dass sich die Frau I Soldatin bzw. der Mann | Soldat in einer klischeehaften Rolle in meinem Bild wiederfindet. Man kann sich in beiden Figuren finden und sich mit beiden identifizieren.

Im Hintergrund habe ich verschiedene Landschaften unscharf und ungenau verblenden lassen, denn egal wo wir uns befinden und egal welcher Truppe wir zugehören, jeder trägt seinen Teil zum Bild der Bundeswehr in der Welt und in meinem kleinen Bild bei.

Die Kernaussage meines Bildes ist, dass man nur gemeinsam Ziele erreichen kann. Auch wenn jeder seinen Auftrag anders wahrnimmt und anders umsetzt, nur so kann ein Bild voller Farben und Möglichkeiten entstehen. Zusammen eine Gemeinschaft sein. Versuchen, Dinge zu verstehen und nicht nur aus einem Blickwinkel anzusehen.

Ich hoffe, ich kann mit meinem Bild jeden persönlich ansprechen. Hoffentlich hat jeder, der dieses Bild anschaut, eine andere Meinung dazu.

Dieses Bild ist mir persönlich sehr wichtig, denn im Grunde genommen ist das mein liebster Freund und ich. Wir führen eine tolle Beziehung, die nur durch die Bundeswehr möglich geworden ist. Aus meinem Leben ist dieser Mensch nicht mehr wegzudenken und wir beide sind privat und dienstlich ein tolles Team. Ob er nun dienstlich bedingt am Ende der Welt ist oder nur ein paar hundert Kilometer entfernt ist, er ist immer in meinen Gedanken.

 

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Beschreibung der Künstlerin:

Die Bundeswehr hat in der ganzen Welt Einsatzorte. Ist man in der Ferne, hat man Sehnsucht nach der Heimat, aber was ist Heimat und ist Deutschland dann noch DIE Heimat?

Ich habe die Weltkarte dargestellt und der Text steht in einem Pfeil, der nach unten und oben gelesen werden kann.

„Ist Deutschland Heimat?“

Und von unten nach oben gelesen –

„Heimat Deutschland ist“ für mich das, was auf den Lesezeichen abgebildet ist.

Aber Heimat ist eigentlich ein Gefühl, der Ort, wo man sich verstanden und geborgen fühlt. Das ist ein gutes Essen genauso wie die Sportfreunde, das ist die Natur und der Dienstort.

Vor allem aber die Familie, die steht bei mir an erster Stelle. Deswegen bei meinem Objekt auch in der Mitte.

Deutschland – habe ich so klein geschrieben, weil es auf der großen Erde auch nur so ein kleines Fleckchen ist. So unscheinbar und doch so viel Einfluss auf das Weltgeschehen.

Der Titel „Der Bundestagsausschuss für Verteidigung“ ist deshalb bewusst zum Thema ausgesucht.

 

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Beschreibung der Künstlerin:

Das Feldhemd eines deutschen Soldaten/einer deutschen Soldatin, aber auch er/sie selbst erfahren durch ein dankbares Kind irgendwo in einem Krisen- oder Kriegsgebiet der Welt Akzeptanz, Integration und Respekt.

Das winkende Kind ist für den Soldaten/die Soldatin zudem vielleicht ein Stück der weit entfernten Heimat, ein Augenblick der Erinnerung an die eigenen Kinder, die sehnsuchtsvoll auf seine/ihre Rückkehr warten.

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Beschreibung des Künstlers:

Mit diesem Bild will ich ausdrücken, dass Soldaten ihren Dienst erledigen und im Hinterkopf ihre Familien, Freunde und Verwandte haben.

Dieser Gedanke an die Liebsten daheim ist der Lichtblick fernab der Heimat.

Der andere Aspekt ist der Soldat selbst in seinen roten Farben.

Es ist egal, welche Hautfarbe einer hat. Wenn wir bluten, haben wir alle dieselbe Farbe.

Wir akzeptieren und integrieren andere Kulturen.

Respektiert unsere Familien, denn sie bringen das große Opfer.

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Beschreibung des Künstlers:

„Akzeptiert in der Bevölkerung“
Auch wenn Auslandseinsätze der Bundeswehr mittlerweile integraler Bestandteil der Politik der Bundesregierung sind und die Bundeswehr bei Hilfseinsätzen im Inneren gern gesehen ist, wenn es darum geht anzupacken, ist die Uniform im Alltag immer noch ungewöhnlich und manchmal auch Ziel von Anfeindungen. Die Akzeptanz im Alltag voll umzusetzen, muss Ziel der Öffentlichkeitsarbeit nicht nur der Bundeswehr sein.

„Integriert im Alltag der Familie“
Ob als aktiver Soldat oder in der Reserve müssen berufliche Aktivitäten der Soldaten mit dem Familienleben in Einklang gebracht werden. Integriert sind diese dann, wenn alle Familienmitglieder wie selbstverständlich damit umgehen.

„Respektiert in Deutschland und der Welt“
Das Engagement der Bundeswehr in vielen Krisenregionen dieser Welt wird von Bündnispartnern, Partnerländern und möglicherweise auch den politischen Gegnern respektiert. Respekt vor den Einzelleistungen der Soldaten genauso wie vor Strategie und Einsatzplanung wird durch Kompetenz und Motivation erworben.

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Beschreibung des Künstlers:

Das Bild zeigt Soldaten im Auslandseinsatz in Afghanistan. Nicht nur Patrouille fahren und Arbeit im eigenen Lager gehören dazu. Sondern auch anderen Menschen zu helfen (Bevölkerung) gehören zu den wichtigsten Aufgaben im Einsatz. Genau diese Art von Aufgabe ist es, die den Soldaten zeigt, dass deren Hilfe etwas bewirkt und den Sinn des Einsatzes verdeutlicht. Sta auf Hass und Beschuss stößt man hier zum großen Teil auch auf viel Dankbarkeit. Dies bringt die Bundeswehr dazu, auch im Ausland akzeptiert zu werden.

Der Soldat fühlt sich selber dadurch viel besser und vor allem ein wenig heimisch.

Hier auf dem Bild wird Wasser an Dorfbewohner verteilt und der Dorfälteste zeigt mit einem festen Handschlag, bei dem er beide Hände nutzt, seine Dankbarkeit, da Wasser in diesem Dorf Mangelware ist.

Dies wäre meine Vorstellung von Akzeptanz und Respekt sowie Integration der Bundeswehr in der Welt.

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Beschreibung der Künstlerin:

Das Bild soll das Ansehen der Bundeswehr in Deutschland widerspiegeln.

Im Vordergrund sind Menschen dargestellt, die der Bundeswehr und ihren Aufgaben positiv gegenüberstehen. Weiter außen sind Menschen zu sehen, die unwissend über die Aufgaben der Bundeswehr sind und ihr mit Gleichgültigkeit begegnen. Im hinteren Teil des Bildes verbleiben die Menschen, die eine ablehnende Haltung gegenüber der Bundeswehr und ihren Aufgaben haben.

Zu sehen sind auf dem Bild diverse in Deutschland vertretene Ethnien und Altersgruppen.

Ich habe bewusst wenig Farbe verwendet, um zu zeigen, dass wir trotz unterschiedlichen Ursprungs alle gleich sind. Wichtig war mir die Gemeinschaft, die die Menschen im Herzen des Werkes bilden.

In ihrer Mitte befindet sich der Himmel, der die Luft symbolisiert, die wir gemeinsam einatmen.

Die gelbe steht für Versöhnung, Freude, aber auch Dankbarkeit.

 

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Beschreibung des Künstlers:

Tafel links

Die Tafel zeigt die Bundeswehr als den starken Arm der Gesellschaft, mittig aus ihr kommend und mit einem Spiegel in der Hand, der aufzeigt, dass die Bundeswehr das Spiegelbild der Gesellschaft war, ist und sein soll.

Integriert
Die Bundeswehr ist integriert in die Gesellschaft und ihr Spiegelbild.

Gut 250.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten ihren Dienst in der Bundeswehr. Jeder und jede von ihnen hat Vater und Mutter, Geschwister, ist verheiratet oder mit einem Ehe- oder Lebenspartner verbunden und/oder hat ein Kind. Jeder 60te der Bürger in Deutschland ist daher ein „Angehöriger der Bundeswehr“. Damit ist die Bundeswehr per se integriert in die Gesellschaft.

Die Bundeswehr ist der starke, wehrhafte Arm des Staates, der Gesellschaft. Und sie kommt aus ihrer Mitte. Die Bundeswehr war, ist und soll Spiegelbild der Gesellschaft sein. Die Gesellschaft gibt aber auch der Bundeswehr und ihren Angehörigen einen starken Halt. Die Gesellschaft trägt die Bundeswehr. Gesellschaft und Bundeswehr sind untrennbar miteinander verbunden.

Der Arm mit dem Spiegel in der Hand soll das symbolisieren.

Schauen Sie in den Spiegel! Zeigen Sie damit, dass Sie der Bundeswehr verbunden sind. Zeigen Sie, dass Sie die Angehörigen der Bundeswehr an-AIR-kennen.

Wie tief Sie allerdings mit ihnen verbunden sind, werden Sie bei Tafel 3 AIR-fahren und AIRfolg-reich beweisen müssen.

Tafel Mitte

Die mittlere Tafel zeigt links ein selbsterstelltes und mit Handy weiterbearbeitetes Foto von meiner Frau, welches auf Folie gedruckt wurde. Rechts ist ein ebenfalls so weiterbearbeitetes Foto von dem Schleifenband, das sie um die Tagebücher – die sie mir dann schenkte – gebunden hatte, als ich 2002 mit dem 1. Kontingent im Afghanistaneinsatz war.

Respektiert
„Familie“ ist Heimat für alle Bundeswehrangehörige, insbesondere für Soldaten, die im Einsatz sind. Hier werden sie respektiert und erfahren Hilfe und Unterstützung.

Bei aller Vereinbarkeit von Dienst, Beruf und Familie ist „Zuhause“ doch immer der Mittelpunkt für die Bundeswehrangehörigen. Hier ist „Heimat“. Team „H“, wie wir Soldaten sagen.

Die Familie (der Partner) hält alles zusammen. Die Anforderungen des täglichen Dienstes mittragend, insbesondere als Pendlerfamilie über hunderte von Kilometern entfernt. Sie pflegt die Kontakte zu Freunden und zu den Nachbarn, die unaufgefordert helfen, wenn der „Nachbar Ralf “ als Pendler nicht da oder im Einsatz ist. Und zu Unbekannten, die spontan beim Gartenmüll-Transport helfen, weil sie hören, dass der Ehemann im Einsatz in Afghanistan ist. Ich wäre ein „Held“, sagen sie.

Und sie hält den Kontakt zum „gesellschaftlichen Leben“ aufrecht und pflegt ihn.

Die Familie (der Partner) ist aber auch der Ort, an dem sich Anspannungen aushalten lassen. Und sie ist auch der Ort, der Spannungen aushalten muss. Und plötzliche Schicksalsschläge. Mir ist das seit meinem Schlaganfall im letzten Jahr sehr deutlich bewusstgeworden.

Es ist die Frau, die gemäß ihrem Sternzeichen alles „wie eine Löwin“ zusammenhält. Deswegen auch das Foto. Sie sieht mit ihrer Anorak-Kapuze aus wie eine Löwin. Ihr Blick ist wachend, in die Zukunft schauend. Und sie blickt nach rechts – über ihr Tagebuch hinweg – auf die dritte Tafel. Sie sieht die Gefahren des Einsatzes, Tod, Verwundung. Dass der Ehemann nicht mehr zurückkommen kann und sie dann allein dasteht mit der Familie und „Zuhause“.

Dafür wird meine Familie respektiert. Es ist schön, dass zu AIR-leben.

Tafel rechts

Die Tafel zeigt links ein Foto von dem Anschlag auf einen Bundeswehrbus 2003 in Kabul, Afghanistan. Das Foto wurde zweimal auf Folie gedruckt und übereinandergelegt, um durch das Changieren der Folien die Tiefe des Bildes entstehen zu lassen. Das Foto zeigt in der Mitte einen noch im Bus sitzenden toten Soldaten, dessen linker Arm aus dem Fensterrahmen hängt. Aus der Hand fließt Blut. Die Handthematik wird in der rechten Tafelhälfte haptisch, „greifbar“ wieder aufgenommen.

Akzeptiert
Wirklich akzeptiert?

Im Einsatz sind die Kameradinnen und Kameraden die Nächsten, deine „andere Heimat“. Deine Herzfasern gehen aber nach Hause, zur Frau, zur Familie. Die „Heimat“ ist zuhause geblieben. Auch wenn dich Fotos, Briefe, Mails und Telefonate begleiten.

Im Einsatz bist du aber auch allein.

Du bist allein im Töten. Du erschießt „Gegner, Feinde“. Nicht die Gesellschaft, nicht die Politik. Das machst du. Und das machst du dann mit dir aus. Später hilft dir jemand, ja. Aber loswerden wirst du es nie.

Und du bist allein beim Sterben. Fern der Heimat, fern deiner Familie. Du stirbst im Einsatz nicht im Kreis deiner Familie. Du stirbst in deiner „anderen Heimat“. Du stirbst im Kreis deiner Kameraden.

So wie es auf dem Foto zu sehen ist. Umgeben von Kameraden, ja. Aber du sitzt allein in diesem Bus. Getötet. Dein Blut strömt an der Buswand entlang zum ISAF Zeichen. Was für eine Symbolik. Du bist für Deutschland gestorben. Und deine beiden Heimaten können dir nicht mehr helfen. Du bist allein im Tod.

Deine Heimat wird es später erst erfahren. Deine Familie zuerst. Bist ohne sie gestorben. Die Öffentlichkeit danach, manchmal aber andersherum. Du bleibst für die Gesellschaft anonym. Nicht für die Nachbarn, Freunde, deine Kameradinnen und Kameraden, deine Vorgesetzten, das „Netzwerk der Hilfe“. Man zollt dir und deiner Familie Respekt. Die Trauerbegleitung wird helfen und auffangen.

Aber du wirst nicht mehr da sein. Das ist dein Beruf und dein Risiko wird man bald hören können. Das sei halt das Alleinstellungsmerkmal der Bundeswehr, sagen erst die Experten, danach die Ethiker und dann die Gesellschaft. „Allein-Stellungsmerkmal“ bekommt dann plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Aber du wirst dann doch allein gelassen.

Man wird deinen Tod nicht akzeptieren. Und dass du tötest. Für dich, deine Kameraden, deine Familie, für die Gesellschaft, für Deutschland.

Aber wer die „Ultima Ratio“-Legitimation anführt, der muss – in letzter Konsequenz – auch akzeptieren können, dass du als Soldat oder Soldatin „von der anderen Seite, dem Feind, dem Gegner“ getötet oder verletzt werden darfst.

Dies zu tun, erfordert aber Mut. Und Überwindung. Das „selbst-verständliche“ Akzeptieren von Tod oder Verwundung kostet Kraft und tiefen Glauben.

Zeigen Sie dies, wenn Sie können und wollen. Geben Sie Ihre Hand darauf! Die Hand vor Ihnen ist eine linke Hand, die man auch nur mit seiner eigenen linken Hand ergreifen kann. Geben Sie der Hand Ihre linke Hand darauf. Wie sagt man auch so schön: „Die Linke kommt von Herzen“.

Überwinden Sie vielleicht auch Ihren Ekel vor der blutigen Hand. Machen Sie diese AIR-fahrung.

AIR-greifen Sie die Hand und zeigen Sie Ihre Akzeptanz und herzliche Verbundenheit – auch wenn es schmerzt! (Bitte die Hand nur symbolisch berühren, damit das Kunstwerk nicht beschädigt wird).

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Beschreibung der Künstler|innen:

Das Triptychon soll Fragen aufwerfen:

Akzeptiert:
Ist der Soldat von der Bevölkerung akzeptiert?

Er ist ein Teil unserer Gesellschaft, der besonders großen Einsatz für den Frieden bringt.

Integration:
Findet Integration wirklich statt?

Die Politiker sitzen am runden Tisch und folgen ihren theoretischen Überlegungen. Der Soldat ist vor Ort, Seenotrettung, in Flüchtlingshilfe, bei Umweltkatastrophen u.v.m.

Respekt:
Sind die Soldaten auf der Welt respektiert?

Sie tragen viel Verantwortung durch die verschiedensten Einsätze und leisten dabei einen großen Anteil zur Stabilisierung der Welt.

10. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2010: Dienst – Familie – Partnerschaft

Der Auftrag der Bundeswehr fordert von den Soldaten und Soldatinnen hohe Einsatzbereitschaft, Mobilität, Flexibilität und Lernbereitschaft. Die Anforderungen, die dabei an sie und ihre Familien gestellt werden, sind in der Regel belastender als die Anforderungen an Beschäftigte anderer Berufsgruppen.

 

Einsätze der Bundeswehr im Ausland, eine hohe Anzahl dienstlich veranlasster Abwesenheitstage und das Pendeln zwischen Wohn- und Dienstort können mitunter für Familien und Partnerschaften eine besondere Belastung darstellen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn auf Grund dieser Situation der Partner zu Hause gezwungen ist, sich allein um die Kinder, den Haushalt und die anderen Angelegenheiten des täglichen Lebens zu kümmern.

 

Familien und Partnerschaften sind Kraftquelle und Rückhalt der Soldaten und Soldatinnen. Daher hat die Vereinbarkeit von Familie und Dienst sowohl im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Rahmenbedingungen als auch infolge der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung für ihre individuelle Lebensgestaltung einen hohen Stellenwert.

 

Die Rolle der Frau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zugunsten einer höheren Eigenständigkeit gewandelt. Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist ein allgemein anerkanntes gesellschaftliches Ziel. Darüber hinaus zeigt der gesellschaftliche Wandel zentraler Lebensinteressen, dass neben Beruf, Einkommen und Karriere gleichzeitig und gleichwertig Familie, Freizeit und Freundeskreis treten. Damit gewinnt die Familie als Lebensmittel- und Ankerpunkt auch für Soldaten und Soldatinnen überdurchschnittliche Bedeutung.

 

Einsatzfähigkeit und Auftragserfüllung der Streitkräfte und die Forderungen nach Vereinbarkeit von Familie und Dienst in den Streitkräften stellen nicht prinzipiell konkurrierende Ziele dar. Sie bilden einen Rahmen, ein Spannungsfeld, in dem sich Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr bewegen und gemeinsam nach Lösungen suchen müssen.

 

Wie schaffen es die Soldaten und ihre Familien, dieses Spannungsfeld auszuhalten und zu gestalten? Wie schafft es die Bundeswehr, den Herausforderungen der Zeit (demographischer Wandel, Veränderung von Wertvorstellungen in der Gesellschaft) zu begegnen und sich als attraktiver Arbeitgeber zukunftsorientiert weiterzuentwickeln? Vereinbarkeit von Familie und Dienst ist ein Thema, das uns alle angeht, als Vorgesetzte und als Betroffene. Die künstlerische Auseinandersetzung ist unter diesen Gesichtspunkten nicht nur eine äußerst spannende Angelegenheit, sondern auch eine Verpflichtung. Kunst kann neue Sichtweisen anbieten, und dafür können gerade die Kreativen in der Bundeswehr einen wichtigen Beitrag leisten.

11. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2012: Mobilität! Bewegung. Veränderung?

Auslandseinsätze gehören mittlerweile zum Alltag. Die Trennung von Angehörigen ist unvermeidlich. Die Betreuung der Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbediensteten wird dabei immer mehr an Bedeutung gewinnen, um neben einem angemessenen Freizeitausgleich auch Beziehungsarbeit zu leisten. Die Auseinandersetzung mit der Bundeswehr geschieht zunehmend öffentlich: in Rundfunk und Presse häufen sich Berichte über Freud und Leid im Einsatz, über Ausbildung, Rückkehr und Traumatisierung.

 

Neben den Pressemeldungen zur Lage sind auch andere Medien gefragt. Ein Medium ist die Kunst. Die Kunst kann nichts verhindern, aber sie kann sensibilisieren. Die Kunst vermag mehrere Ebenen gleichzeitig anzusprechen und findet einen anderen Zugang zum Betrachter. Deshalb ist es wichtig, diesen Kunstwettbewerb der Bundeswehr öffentlich zu machen. Seit 1998 wird der Wettbewerb ausgetragen, vor allem seit 2008 hat er unter neuer Leitung spürbar an Dynamik und Rückhalt gewonnen. Und das trägt Früchte. Mit der ersten Wanderausstellung der Wettbewerbswerke im Jahr 2010 an insgesamt 10 Standorten wird das Kunstprojekt in allen Teilen der Bundeswehr zusehends populärer.

 

Es bewegt sich also nicht nur die Bundeswehr als Einrichtung, sondern natürlich auch die Teile des Ganzen. Und nur wer bewegt, bewegt etwas. Der Kunstwettbewerb zeigt ein anderes Bild, das wir von der Bundeswehr haben. Es zeigt den untrüglichen Blick derjenigen Menschen, die sich in den Dienst der Gesellschaft gestellt haben, sei es im Ausland oder bei uns. Es ist auch kein Blick von Künstlern, sondern von betroffenen Menschen, die mit Intensität und sehr hoher Motivation Werke schaffen, die es wahrlich wert sind, öffentlich gezeigt zu werden. Von Jahr zu Jahr wird die künstlerische Qualität spürbar größer und einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den vergangenen Wettbewerben haben sich bereits mit eigenen Werken einen Namen gemacht.

 

Das alles vermag Kunst. Sie bewegt. Nur wer bewegt, bewegt etwas. In diesem Sinne ist der Kunstwettbewerb der Bundeswehr unter der Schirmherrschaft des Amtschefs des Streitkräfteamtes ein Beweger, ein Katalysator, ein Motivator. Die Veränderung? Der Anfang ist gemacht.

12. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2014: Im Einsatz für Deutschland …

Die vergangenen drei Kunstwettbewerbe der Bundeswehr seit 2006 hatten die Themen Multinationalität, Vereinbarkeit von Dienst und Familie sowie die Frage nach der Mobilität und Veränderung. Den meisten Einsendungen gemeinsam war eine intensive Beschäftigung mit Auslandseinsätzen, obwohl dies durch die Themen nicht vorgegeben war.
Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee, deren Einsätze von den Volksvertretern im Bundestag diskutiert und abgestimmt werden. Bereits 2005 erwähnte der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert in seiner Rede zum 50. Jahrestag:

 

„Der Begriff ‚Parlamentsarmee‘ hat sich für diese enge Verbindung und Verantwortung längst allgemein durchgesetzt. Wir, der Deutsche Bundestag, wissen, dass wir uns auf diese Armee verlassen können. Und die Bundeswehr, unsere Soldatinnen und Soldaten, sollen wissen, dass sie sich auf dieses Parlament verlassen können.“ (26.10.2005)

 

Weltweit einmalig ist der Umfang, inwieweit der Bundestag Einfluss auf die Bundeswehr besitzt: Zustimmungsvorbehalt bei Bündnisverpflichtungen, Verankerung des Verteidigungsausschusses in der Verfassung, ein eigenes Amt mit Wehrbeauftragten. Weiterhin gilt das Budgetrecht, das bereits 1848 dem Parlament eine wichtige Kontrollfunktion über die Armee gegeben hat. Heute bestimmt das Recht den Umfang und die Fähigkeiten der Streitkräfte mit Zustimmung des Verteidigungsausschusses und des zuständigen Haushaltsausschusses.

 

Aus all diesen Punkten wird deutlich, dass die Aufgaben und Ziele der Bundeswehr in erster Linie vom Bundestag mitgesteuert werden, der sich aus den gewählten Vertreter der Bürger zusammensetzt. Insofern bekommt der Begriff für Soldaten „Staatsbürger in Uniform“ als Leitbild der Inneren Führung der Bundeswehr eine weitreichende Bedeutung. Die einsatzorientierte Bundeswehr wurde im Mai 2013 zu einem vorrangigen Ziel in der Neuausrichtung der Bundeswehr. Zurzeit sind rund 6000 Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz von insgesamt 185000 sowie 55000 Zivilbeschäftigte.

 

Im Einsatz für Deutschland… bedeutet nicht nur der Einsatz im Ausland, sondern auch in Deutschland selbst z.B. als Unterstützung bei Flutkatastrophen. Besonders bei solchen Katastrophen wird klar, dass die Bundeswehr ein Teil der Bevölkerung darstellt mit realen Menschen, die helfen. Der Blick ins Ausland und den damit verbundenen Herausforderungen sind für den Einzelnen der Bevölkerung schwer nachvollziehbar – und doch sind die Auswirkungen umso mehr erkennbar. Umso entscheidender ist es, humanitäre Einsätze innerhalb Deutschlands zuzulassen und zu fördern.

 

Es ist wichtig, die Bundeswehr nicht nur als militärische Einheit zu sehen, sondern als eine Gruppe von Menschen, die genauso als Bevölkerung in Deutschland leben wie diejenigen, die nicht bei der Bundeswehr sind. Spätestens als Reservisten und Veteranen sind ehemalige Bundeswehrangehörige fester Bestandteil der Bevölkerung und verdienen den gleichen Respekt wie andere Berufsgruppen auch.
Dann zeigt sich, ob wir als Gesellschaft in der Lage sind, mit dem Einsatz für Deutschland umzugehen. Das ist auch ein demokratischer Grundgedanke, der mitunter zu kurz kommt. Unverständnis ist die Folge und Desinteresse für die Probleme, die zum Beispiel Soldatinnen und Soldaten mit seelischer Verwundung im Einsatz zu überwinden haben.

 

»Im Einsatz für Deutschland …« ist auch der Beginn eines Satzes, einer Erinnerung, einer Zukunft. Wie würden Sie den Satz vollenden? Sehen Sie zurück oder nach vorne? Was ist Ihre Geschichte? Was würden Sie sich wünschen, wie der Satz weitergeht?

13. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2016: Akzeptiert. Integriert. Respektiert

Auftrag der Bundeswehr ist nicht nur die Verteidigung des Landes sowie Hilfe bei Katastrophen im Inland, sondern auch die Beteiligung an überstaatlichen Bündnissen. Das klingt einfach und ist doch sehr komplex. Die Soldatinnen und Soldaten sind im Einsatz für Deutschland auch im Ausland daheim, aber ihr Zuhause ist Deutschland.

 

Was bedeutet dann Zuhause, wenn der Einsatz sechs Monate dauert, getrennt von der Familie, den Angehörigen und Freunden? Wo definiert sich Heimat, wenn die Kommunikation nur über Video, E-Mail, Telefon oder Brief funktioniert? Was bedeutet Heimat, wenn die Kameradinnen und Kameraden im Einsatz eine Art eigene Familie bilden?

 

Daraus ergeben sich große Herausforderungen der Vereinbarkeit zwischen Einsatz, Familie und Kulturunterschieden. Besonders zu Hause in Deutschland sind viele Bundeswehrangehörige noch nicht selbstverständlich akzeptiert. Das gilt nicht nur für Einsatzrückkehrerinnen und -rückkehrer.

 

Für den Auftrag, den das Parlament der Bundeswehr gibt, ist es zukünftig entscheidend von Bedeutung, wie und auf welche Weise mit den Anforderungen umgegangen wird. Damit ist zum einen die Einsatzsituation gemeint, zum anderen das Verständnis für die Bundeswehr im eigenen Land. Hier ist noch viel Vermittlungsarbeit zu leisten, damit die Bundeswehr und ihre Angehörigen uneingeschränkt und vorbehaltlos als Teil unseres Landes akzeptiert werden. Im Verteidigungsfall sind sie es, die uns schützen und im Einsatz vielfältige Opfer bringen. Und das verdient jeden Respekt.

 

Die Anfangsbuchstaben des Themas »Akzeptiert. Integriert. Respektiert.« ergeben das Wort „AIR“ (engl.: Luft). So wie wir die Luft zum Atmen brauchen, brauchen wir diesen Dreiklang für ein harmonisches Miteinander in der Welt und Zuhause. Zuhause ist dort, wo die Familie ist. Die Welt kann das nicht ersetzen, nur ergänzen.

 

Zeigen Sie uns, wie das aussieht. Zeigen Sie uns, wie Sie dies im Alltag und im Einsatz erleben. Zeigen Sie uns, wie Sie sich das vorstellen können.

14. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2018: Mut

Der Kunstwettbewerb hat das Thema »MUT« und das Plakat zeigt schon deutlich, was damit alles gemeint ist. Von Zivilcourage über Herzhaftigkeit, Schneid und Tapferkeit, Risikobereitschaft und Kühnheit bis hin zur Furchtlosigkeit werden Eigenschaften dargestellt, die damit in Verbindung stehen.

 

»Zu allem Großen ist der erste Schritt der Mut« (Goethe). Eine Verbindung des Ausspruchs mit den genannten Eigenschaften zeigt, wie die Bundeswehr und die Bundeswehrangehörigen MUT beweisen. Denn das Große, das über allem steht, ist der Charakter. Der Charakter der einzelnen Soldatin und des Soldaten, aber auch der Charakter der Bundeswehr. MUT zu haben zeigt sich nicht in der Überwindung von ausweglosen Situationen, sondern im Einstehen für andere, im Widersetzen gegen Ungerechtigkeit, im Standpunkt vertreten. Das zeigt sich auch in den parlamentarischen Debatten, welche Funktion die Bundeswehr übernimmt, welche Einsätze genehmigt werden. Es geht darum, dass darüber diskutiert wird. Dies ist ein Geschenk, ein hohes Gut, das Deutschland auszeichnet.

 

Wo sehen Sie MUT in Ihrem Berufsalltag? Wo begegnen Ihnen Menschen, die MUT zeigen? Wie haben Sie schon einmal MUT bewiesen in Ihrem Beruf? Seien Sie Teil des Kunstwettbewerbs und geben dem Einzelnen einen Namen. Seien Sie mutig und machen Sie mit. Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr beweist seit vielen Jahren, wie wichtig es ist, sich auszudrücken, eine Position zu beziehen, anderen die eigene Situation zu schildern. Es ist ein Gewinn für alle.

 

MUT ist nicht nur ein Wort. Es ist eine Haltung. Und es ist ein Handeln. Jetzt.

15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Thema 2020: Diversität

Das Thema Diversität bedeutet in erster Linie nichts anderes als Unterschiedlichkeit anzuerkennen in allen Bereichen. Das klingt erst einmal einfach, ist jedoch komplex. Es geht darum, Vorurteile und Schubladendenken abzubauen.

 

Diversität beschreibt dabei eine gelebte Vielfalt und ist in der Bundeswehr fest verankert. Bereits 2012 unterzeichnete die Bundeswehr die »Charta der Vielfalt«. Zur Verantwortung gehören Herausforderungen wie zum Beispiel Familienbetreuung, Beeinträchtigungen, zwischenmenschliche Orientierung, religiöse Ausrichtung. Diversität wird dabei meist umschrieben mit Chancengerechtigkeit, Vereinbarkeit von Dienst und Familie, Inklusion, Interkultur. Und so ist ein Grundstein für die Einheit der Bundeswehr, die einzelne Person in ihrer Lebensführung zu schätzen und zu fördern.

 

Aufgrund der unterschiedlichsten Arbeitsbereiche innerhalb der Bundeswehr bietet kaum ein anderer Arbeitgeber mehr Verbundenheit und Möglichkeiten, sich zu entfalten. Und Möglichkeiten zu haben bedeutet immer Bewegung und Veränderung. Das gilt auch für die Einbindung der Bundeswehr in die Gesellschaft. Auch die Gesellschaft kann mit klaren Botschaften die Herzen öffnen für die Staatsbürger_innen in Uniform. Und wenn das gelingt, ist Diversität wirklich gelebte Vielfalt.

 

Was verbinden Sie mit dem Thema? Wir freuen uns auf ihre persönliche Sichtweise und auf zahlreiche kreative Einsendungen.